Ein Abend im Casino Klessheim


6.Januar 2010

Dieser Feiertag stand für uns unter sehr guten Sternen und wir fuhren durch eine herrlich verschneite Winterlandschaft durch den Chiemgau über Wasserburg , Altenmarkt, Traunstein nach Freilassing Richtung Salzburg.
Als uns das Navi die letzten Anweisungen gab und wir unser Ziel angeblich erreicht hatten, mussten wir unseren Blick weit in die Ferne schicken, denn über einen weitläufigen englisch angelegten Park sahen wir vor uns ein prunkvolles Schloss: Kleßheim. Die großzügige Anlage und das elegante Gemäuer beeindruckten uns sofort.
Beim Entree wurden wir sehr herzlich empfangen und die barocken Räumlichkeiten ließen uns voller Spannung die Treppen empor steigen. Weißer Marmor, rote Teppiche, große Kristalllüster, Möbel und Holzbalustraden aus Mahagoni, filigrane Säulen. Dazwischen Roulett- und Poker Tische, auf einer Seite verschiedene Spielautomaten, diskret abgegrenzt von den anderen Räumen, eine sehr ansprechende Bar mit kleinen Tischen, wo man durch die hohen Fenster in die Parkanlage sieht.
Für die vielen verschiedenen Pokerarten, die hier gespielt werden, gibt es Räume, dekorativ mit Palmen und schweren Brokat-Gardinen in weichem Orange getaucht, ruhig und sehr privat. Hier kann man in Gruppen bis zu 10 Personen Poker spielen oder auch kleine Turniere veranstalten. Das Personal ist sehr einfühlsam und gibt gerne Anleitungen, Erklärungen und Tipps für neue Gäste.
Die Geschäftsleitung hat uns mit einem Glas Schlumberger und einer Einführung in die Spiele empfangen. Da sich noch sehr wenig Gäste in den Räumen aufhielten, konnten wir uns in aller Ruhe umsehen. Die Vielfalt der Automaten beeindruckte uns doch sehr.
Mit dem Guthaben von 25,00 auf einem Chip hatten wir die Möglichkeit, da und dort mal einen Versuch zu machen.
Es herrschte einen sehr angenehme Stimmung in den Räumen und ich musste immer wieder
An James Bond denken.
Um 15h öffneten die Roulett Tische. Einige Damen begannen fast professionell auf Lieblingsnummern oder Rot/schwarz zu setzen.
Meine Begleiterinnen hatten gleich zu Beginn einen Volltreffer.
Um 17h begaben wir uns in das Erdgeschoß ins Restaurant. Auch hier war alles sehr elegant gedeckt. Klassische Musik, z.B. aus Carmen, Holunder Prosseco, vorzüglicher Wein und ein fein ausgewähltes 4 Gänge Menü mit Fisch oder Rind verwöhnte unseren Gaumen.
Nach diesem Genuss versuchten wir noch mal unser Glück. Nun waren die Tische gut besucht und es war sehr interessant, zu zuschauen. Die Groupieres wechseln im 10 Minuten Takt.
Erstaunlicherweise sind sehr viele Frauen in diesem Beruf tätig.
Gegen 20h beenden wir unseren Abend und verabschieden uns von diesem schönen Haus.
Draußen hat es inzwischen 15cm geschneit und der Parkwächter empfängt äußerst herzlich und läst es sich nicht nehmen, unsere Wagen vom Schnee zu befreien. Mit einem typisch österreichischen Charme:“Recht gute Fahrt und beehren Sie uns bald wieder, meine Damen!“schickt er uns auf die Heimfahrt.

   

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